02-24. Dezember 2006
+- 77 Positionen von KünstlerInnen für Künstleraussen
Als Freiraum für aktuelles Kunstgeschehen wurden 3565 m² Ausstellungsfläche im Flakleitturm Arenbergpark, Wien 3, für KünstlerInnen geöffnet. Durch das Wiederbeleben von innen heraus soll eine Befreiung der Materie und eine neue Umgangsform mit Geschichte stattfinden. In den zu Ausstellungsräumen umfunktionierten Schutzräumen wird Platz für Programm jenseits der üblichen Ausstellungspraxis geschaffen. Unterschiedliche mediale Herangehensweisen und individuelle Zugänge werden zum interdisziplinären Geschehen. Hier werden ausgewählte KünstlerInnen Stellung beziehen und mögliche Erweiterungen der Wahrnehmung zeitgenössischen Geschehens wird FAKT. Auf künstlerischer wie theoretischer Ebene soll das Projekt FAKTUM-FLAKturm als Ort für neue Diskurse und Positionen dienen.
» ORF Treffpunkt Kultur (11.12.2006, ORF2) at YOUTUBE
» okto.tv K3 sondersendung Faktum Flakturm Teil 1 at video.google
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» wien.orf.at
» kulturwien.at
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15-30. Juni 2006
Tag der offenen Tür, 50 Positionen im Leitturm Arenbergpark
Mai 2006 fand die erste Kooperation von Marianne Maderna, Frederike Schweizer und Markus Hafner zusammen mit ausgewählten KünsterInnen statt. 50 Positionen wurden eine Woche im Flakturm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Zuge dieses Projekts wuchs das Interesse sowohl von KünsterInnen, als auch von der Stadt Wien und dem Bezirk weitere Projekte im Flakturm zu realisieren. „Der Flakleitturm im Arenbergpark im 3. Bezirk dient als Ankerpunkt für die Reflexion von KünstlernInnen. Die Geschichte des Baus mit seiner morbiden, für fast 60 Jahre unberührten Struktur wird als Herausforderung angenommen, sich mit der Vergangenheit und deren in unsere Zeit hineinragenden Spuren zu konfrontieren. Der Turm bietet durch seine physische Präsenz eine einmalige Provokation, die den Dialog fordert und von den beteiligten KünstlerInnen in individueller Herangehensweise angenommen wird.“ Frederike Schweizer
» orf.at
» Presseartikel der londoner Kuratorin Adriana Marques
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20. Mai 2005
The Beginning
Am 20. Mai 2005, 60 Jahre nach Kriegsende, wurde der Flak-Leitturm im Arenbergpark von der Künstlerin Marianne Maderna mit der Ausstellung Buddhinen, Christinen, … und ihrer Kletter-Graffiti-Performance für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Verkonglomerierte Texte auf der Turmaußenmauer setzte sie auf den Parkwegen fort und alle Wegbeschriftungen mündeten im Bunker. Die Textinhalte bezogen sich auf die Ursachen der Hysterie im Vis-á-vis der Geschichte – der History oder Historysteria – der Ohnmacht in Gegenüberstellung zur Macht, welche in Religionsanspruch und Fremdenfeindlichkeit begründet ist. Die Installation Buddhinen, Christinen, … aus 500 phosphoreszierenden Skulpturen befand sich bis Dezember 2006 im 3. Stock des Bunkers.

9. September 1942
Der Bau von Flaktürmen
wurde zum Schutz des Wiener Stadtgebietes von den damaligen Machthabern festgelegt. Architekt aller Flaktürme - auch jener in Deutschland - war der Stadtplaner und Brückenbauer Friedrich Tamms (1904 - 1980). In Wien wurden - nach Berlin und Hamburg - die Flaktürme im Zeitraum Winter 1942 bis Herbst 1944 unter Bauaufsicht des Wiener Stadtbauamtes errichtet.
» Stadt Wien
» Ute Bauer, Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer Erinnerungskultur

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