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Präambel Der Flakturm ist ein Zeugnis der schlimmsten Katastrophe des 20 Jahrhunderts. Er soll in seiner ursprünglichen Architektur erhalten bleiben als ein Zeugnis, er soll nicht behübscht oder verniedlicht, nicht ausgehöhlt und verharmlost werden. Er soll ein Raum der Auseinandersetzung für KünstlerInnen und Kulturschaffende sein, sich an diesem historisch schwerst belasteten Ort positionieren zu können. VERHALTENSKODEX FÜR DIE NUTZUNG DES FLAKTURMS „Ob bei dem Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als der Panzergraben für Deutschland fertig wird.“ Heinrich Himmler in seiner „Posener Rede“ am 04.10.1943 Der Turm ist nicht nur ein Kunstraum, sondern auch ein höchst ambivalentes Denkmal aus der schlimmsten Periode des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine realen Erbauer sind nicht der Architekt oder dessen politische Auftraggeber, sondern aberhunderte von ZwangsarbeiterInnen, die aus allen Ecken und Enden Europas zusammengefangen, in Viehwaggons gepfercht und in Sammellager transportiert wurden, wo man sie auf ihre Ausbeutbarkeit hin selektierte und diejenigen, die als zu schwach befunden wurden, zur sofortigen Ermordung weiterschickte. Der „brauchbare“ Rest dieses „Menschenmaterials“ wurde für Arbeiten wie eben den Bau „unseres“ Flakturms verwendet und dabei bis zum Letzten ausgequetscht, geprügelt, schikaniert, ausgehungert, gedemütigt und am Ende eventuell erschossen oder totgeschlagen. Der Flakturm ist der letzte Zeuge ihrer Würde, ihres Blutes, Schweißes und ihrer Tränen, die in jedem Kubikmeter Stahlbeton enthalten sind. Er „gehört“ nicht den Nazis, sondern ihnen. Die meisten dieser Denkmäler wurden nach dem Krieg möglichst beseitigt, oder man bemühte und bemüht sich noch immer um eine möglichst unverfängliche Nachnutzung – als Kletterwand zur Ertüchtigung der Jugend, als Aquarium oder als Datenspeicher für die Wirtschaft. Eine Erinnerung an den ursprünglichen Charakter dieser Gebäude ist höchst ungemütlich und daher unerwünscht. Aus diesem Grunde ist der bisher nicht einer Nachnutzung zum Opfer gefallene Leitturm im Arenbergpark wahrscheinlich der in seiner Substanz besterhaltene Flakturm, den es noch gibt (die Türme in Berlin wurden gesprengt, diejenigen in Hamburg zur Unkenntlichkeit umgenutzt bzw. ebenfalls unter hohem Aufwand beseitigt). Daher ist es nötig, bei der Nutzung des Turmes als Kunstraum einige wenige, grundlegende Regeln im Umgang mit der vorhandenen Substanz zu beachten. Wenn wir den Turm eines Tages wieder verlassen sollten, dann sollte er möglichst genauso erhalten sein, wie wir ihn vorgefunden haben. Das gebietet der Respekt vor seiner Geschichte. BEMALEN / BESCHRIFTEN VON WÄNDEN TECHNISCHE INSTALLATIONEN, LÜFTUNGSROHRE, TÜREN WANDDURCHBRÜCHE, AUSSTEMMEN VON LÖCHERN, BETONIEREN U. A. BOHRUNGEN FÜR DÜBEL UND SCHRAUBEN SCHUTZZONEN FUNDSTÜCKE
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FLAKTURM Verein zur Förderung interdisziplinärer Kunst und Kultur im Flakleitturm Arenbergpark Wien 3 |
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